Konfliktmanagement


Konfliktmanagement Training mit Helga Bloechl

„Man löst keine Probleme, indem man sie aufs Eis legt.“
Winston Churchill (1874-1965)

Konfliktmanagement und Streitkultur

Kennen Sie das?

Haben Sie das auch schon mal erlebt? Einmal etwas abgelenkt gewesen und nicht gegrüßt, einmal etwas vermeintlich „Falsches“ gesagt, einmal irrtümlich jemanden gekränkt und schon befindet man sich mit Arbeitskollegen, Sportfreunden, Verwandten,… in einem Konflikt den man sich so gar nicht erklären kann.
Der Konflikt tritt oft nicht sofort auf. Das Gegenüber spricht einen nicht direkt auf die vermeintliche Verfehlung an. Nein, vielmehr wird Stillschweigen geübt und insgeheim „wächst“ etwas heran, das irgendwann ausbricht.
Sie verstehen die Welt nicht mehr? „Ich habe ja gar nichts getan!“, „Warum verhält er sich auf einmal so?“
Konflikte haben häufig eine kleine Ursache, aber eine große Wirkung. Missverständnisse, Überempfindlichkeiten, Vorurteile, unterschiedliche Wertvorstellungen und persönliche Abneigungen sind unter anderem die Gründe.
Es gibt mannigfaltige Definitionen darüber was ein Konflikt sei, wodurch er sich als solcher zu erkennen gibt, etc…. Die meisten von uns wissen aber auch ohne Definition, aus eigener Erfahrung, was ein Konflikt ist, wie sich ein Konflikt anfühlt und welche Dimensionen ein Konflikt annehmen kann.
Was oft nicht so klar ist, sind die versteckt wirkenden Mechanismen eines Konfliktes und dessen Eskalation. Im Rahmen der Konfliktlösung verhält man sich ebenfalls oft stereotyp und findet keine Alternativen.
Neben allgemeinen Informationen zu Konfliktmechanismen und Konfliktlösungen ist für mich wichtig, dass in unserer gemeinsamen Arbeit ihre individuellen Mechanismen und Automatismen sichtbar werden.

Wichtig ist es die eigenen Konfliktmuster, Ihre individuellen Auslöser für Konflikte zu erkennen: „Wie verhalte ich mich bei Konflikten?, Wie kommuniziere ich? Wie gehe ich mit meinen Emotionen um? Was sind meine Beiträge zu einer Konflikteskalation?“
Es gibt Möglichkeiten und Strategien, mit welchen Sie einer Konflikteskalation gegensteuern können. Wir sind diesen Situationen nicht hilflos ausgeliefert, sondern können sie gestalten.

Konfliktmanagement – meine Angebote

    • Konfliktmanagement für Privatpersonen

      Sie möchten Ihr Verhalten bei Streit/Konflikt besser verstehen? Sie möchten sich in Konflikten „anders“ verhalten können? Große Vorhaben, Schritt für Schritt in Angriff genommen, sind im Konflikttraining und besonders auch im Konfliktcoaching möglich!

      Konflikttraining fördert Ihre Soziale Kompetenzen im Umgang bei Konflikten und stärkt Ihr Selbstbewusstsein, auch in schwierigen/konflikthaften Situationen souverän und kooperativ zu handeln.
      „Fair streiten – Konflikte klären – Gemeinsam Lösungen finden“
      Mit moderner Methodik und Didaktik gestalte ich lebendige, praxisorientierte Workshops und Seminare. Einen Überblick zu meinen Angeboten finden Sie auf meiner Webseite in der Rubrik Seminare.
      Individuelle Trainingsdesigns gerne auf Anfrage!

      Konfliktcoaching ist ein unterstützendes Angebot in einer aktuellen Konfliktsituation, die Sie für sich bearbeiten möchten.
      Termine sind gerne jederzeit möglich.

    • Konflikte im Beruf – Beruf – Konfliktmanagement für Unternehmen und Organisationen

      Konflikte sind Teil unseres (beruflichen) Alltags. Verdeckte, ungeklärte oder andauernde Konflikte am Arbeitsplatz verursachen jedoch Streß und Kosten.
      Konflikte im Unternehmen/in der Organisation rechtzeitig bearbeiten spart Zeit und schont Ressourcen. Konstruktive Zusammenarbeit wird gefördert, die Kommunikation im Arbeitsumfeld weiterentwickelt, verbessertes Betriebsklima steigert die Arbeitsmotivation und Leistung im Unternehmen/in der Organisation.

      Hier biete ich gerne auf die jeweilige Situation maßgeschneidertes Konflikttraining und Konfliktcoaching an.
      Ich freue mich auf das Erstgespräch zu Ihrem Anliegen!

    Habe ich Ihr Interesse geweckt?
    Dann kontaktieren Sie mich bitte telefonisch unter +43/699 171 23 403 oder schicken Sie mir eine e-mail an office@positiver-dialog.at
    Ich freue mich auf Sie!

    Methodische Grundlagen, die in meinem Training für Konfliktmanagement zum Einsatz kommen:

    Friedrich Glasl – Phasenmodell der Eskalation

    Die internen Mechanismen einer Konflikteskalation wurden von Friedrich Glasl in seinem neun Phasen Modell beschrieben.
    Mit dem Neun-Phasenmodell der Eskalation kann man vortrefflich Konflikte analysieren. Mit diesem Wissen können sich angemessene lösungsorientierte Reaktionen ergeben.
    Die neun Phasen strukturieren sich in drei Hauptphasen mit jeweils drei Abstufungen.

    Besonders einprägsam an dem Modell ist die Tatsache, wie sich während der Konfliktsteigerung unsere Wahrnehmung des Kontrahenten schleichend verändert. Der Kontrahent wird vom Gegner zum Feind. Damit einhergehend wird die eigene Position verklärt – eine Polarisierung, die Glasl prägnant als ein „Engel-Teufel-Bild“ bezeichnet.
    Ist oft schon für einen von einem Konflikt betroffenen Menschen der Anlass für einen Konflikt schwer zu eruieren, so gilt dies umso mehr für die Dynamik der Konflikteskalation.
    Friedrich Glasl hat das einmal sehr treffend so ausgedrückt: „Am Anfang hat man noch einen Konflikt – später hat einen der Konflikt.“
    Dieses Modell wird von mir gerne als Ausgangspunkt für meine Tätigkeiten verwendet, um die Dynamik von Konflikten verständlich zu machen.
    Informationen und Einsichten über Konfliktmechanismen bilden das Fundament meiner Tätigkeit im Konfliktmanagement. Mit diesem Wissen kann mich sich dem Thema der Konfliktbewältigungsstrategien widmen.
    Welche Strategien zur Deeskalation von Konflikten können wir nutzen?
    Bereits als aufgeweckte Jugendliche hatte ich ein Schlüsselerlebnis: „Streiten kann man lernen!“
    Interessensausgleich anstreben, das Gesicht wahren können, „WIN-WIN“ Lösungen finden
    dafür setze ich mich im persönlichen Alltag und in meiner Profession ein.

    Konfliktmanagement Training - Praxis Positiver-Dialog

    Harvard Konzept – Methode des sachbezogenen Verhandelns

    Hier fasziniert mich vor allem der konstruktive Problemlösungsansatz mit dem Harvard Konzept, einer Methode des sachbezogenen Verhandelns.
    Die Schöpfer des Modells Fisher, Ury und Patton haben dieses an der Harvard University entwickelt, woraus sich auch der Name ableitet.
    Es geruht auf 4 Prinzipen

    1. Behandeln Sie Menschen und ihre Interessen getrennt voneinander

      Wenn Menschen verhandeln, verknüpfen sie oft Sachprobleme mit den persönlichen Beziehungen zueinander. Das ist für gute Lösungen hinderlich. Motto. Weich zur Person, hart in der Sache!

    2. Konzentrieren Sie sich auf die Interessen der Beteiligten und nicht auf ihre Positionen.

      Die Interessen sind die stillen Beweggründe hinter den Positionen des Verhandlungspartners.

    3. Entwickeln Sie Entscheidungsoptionen (Auswahlmöglichkeiten)

      Es gibt nicht die EINE richtige Lösung. Seien Sie kreativ und entwickeln sie Alternativen.

    4. Bestehen Sie auf objektiven Beurteilungskriterien

      Das Ergebnis soll auf objektiven Entscheidungskriterien aufbauen und die Inhalte der Entscheidung, aber auch ihre Umsetzung müssen praktisch durchführbar sein.

    Fazit: Trennen Sie Ihre persönliche Beziehung von der sachliche Situation. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigenen persönlichen Interessen und die Ihres Gegenübers. Ein Blick hinter die gestellte Forderung bringt möglicherweise Motive hervor, stille Beweggründe,um die es in Wirklichkeit geht.
    Im Harvard-Konzept ist die Sachebene der Kommunikation ebenso wichtig wie die Kommunikation über das Verhandeln selbst, die Meta-Kommunikation des Verhandelns.
    Hier können Sie Details zum Harvard Konzept nachlesen.

    6 Phasen Modell Kooperatives Konfliktgespräch nach Berkel

    Das Konstruktive Konfliktgespräch nach Karl Berkel bietet im Alltag einen praktischen, leicht anwendbaren Leitfaden.
    Die Vorbereitung – Worum geht es? und das Kontrollieren der eigenen Erregung stehen zu Beginn.
    Durchatmen, der Vorsatz, das Gegenüber nicht zu verletzen, sind die ersten Hilfen, das Gespräch konstruktiv zu beginnen. Vertrauen bildend sind dabei direkte Ansprache, Erläutern des Sachverhalts, Ich-Botschaften und erklären der eigenen Gefühle.
    Offenes Kommunizieren fördert auf beiden Seiten die Beziehungsebene und das positive Gesprächsklima.
    Probleme können angesprochen, abgegrenzt und mögliche Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Vereinbarungen zu den Lösungen stiften Verbindlichkeit und festigen die Kooperation miteinander.
    Im letzten Schritt dieses Modells gilt es, die gemachten Erfahrungen für sich auszuwerten, zu verarbeiten und als Lernprozess mitzunehmen.
    Zum Nachlesen empfehle ich das Buch von Karl Berkel: Konflikttraining – Konflikte verstehen, analysieren, bewältigen.